25 Jahre atares. Von Proventis zu atares: Meilensteine, Spezialisierung, Resilienz.
25 Jahre sind in der M&A- und Tech-Welt keine Selbstverständlichkeit. Wer über ein Vierteljahrhundert relevant bleiben will, braucht mehr als Transaktionserfahrung. Er braucht Anpassungsfähigkeit, unternehmerische Schärfe und die Bereitschaft, sich mit dem Markt weiterzuentwickeln.
Genau darin liegt die Geschichte von atares.
Der Ursprung reicht zurück ins Jahr 2001. Damals gründeten die heutigen Managing Partner Jan Pörschmann und Rainer Wieser mit Proventis eine branchenagnostische M&A-Beratung. Der Anspruch war von Beginn an klar: Geschäftsmodelle verstehen, nicht nur Branchen. Über die Jahre entwickelte sich daraus eine der größten unabhängigen M&A-Boutiquen in der DACH-Region, mit Mandaten aus unterschiedlichsten Sektoren und einer wachsenden Nähe zu technologiegetriebenen Transaktionen.
Gerade die Begleitung zahlreicher Tech-Deals, unter anderem im Umfeld der ProSiebenSat.1 Media Gruppe, wurde früh zu einem Fundament dessen, was heute die DNA von atares ausmacht.
Von Dot.com zu Dot.gone
Die vergangenen 25 Jahre waren nicht linear. Sie waren geprägt von Umbrüchen, Brüchen und immer neuer Beschleunigung.
Oder, wie Jan Pörschmann es formuliert: „Wir haben alles erlebt, von Dot.com zu Dot.gone.“
Finanz- und Wirtschaftskrise, Digitalisierungswellen, globalisierende Märkte, multiple Krisen und heute die rasende Geschwindigkeit der KI-Entwicklung: All das war nicht nur Herausforderung, sondern auch Lehrmeister. Jede dieser Phasen hat eines deutlich gemacht: Geschäftsmodelle müssen sich anpassen oder sich neu erfinden. Das gilt für Unternehmen. Und es gilt auch für M&A-Beratung selbst.
Tech braucht eine andere M&A-Logik
Mit der wachsenden Zahl komplexer Tech-Transaktionen wurde klar, dass sich das Risikoprofil von Unternehmenskäufen im Technologiesektor grundlegend von traditionellen Branchen unterscheidet. Technologiezyklen werden kürzer, Geschäftsmodelle dynamischer, Bewertungslogiken anspruchsvoller.
Klassische M&A-Ansätze stoßen hier zunehmend an Grenzen. Wer heute SaaS-Modelle, KI-Anwendungen, Plattformlogiken oder andere digitale Werthebel sauber verstehen und bewerten will, braucht mehr als finanzielle Routine. Es braucht ein belastbares Verständnis für technologische Substanz, Marktmechanik und operative Umsetzbarkeit.
Genau daraus entstand bei atares ein entscheidender Entwicklungsschritt.
Vom klassischen Investment Banking zur digitalen M&A-Manufaktur
Die Konsequenz aus dieser Entwicklung war eine klare Neuausrichtung: Bei Tech-Transaktionen reicht es nicht mehr, nur klassische Investment-Banking-Kompetenz im Deal-Team zu haben.
Heute braucht es den Dreiklang aus M&A-Expertise, unternehmerischer Erfahrung und tiefem technologischem Fachverständnis.
Denn Blockchain, KI, SaaS und datengetriebene Plattformmodelle sind keine kurzfristigen Trends. Es sind fundamentale Geschäftsmodellverschiebungen, die andere Bewertungsansätze, andere Due-Diligence-Perspektiven und vor allem Gesprächspartner auf Augenhöhe erfordern.
So entstand atares in seiner heutigen Form: als digitale M&A-Manufaktur für technologiegetriebene Midcap-Unternehmen.
„Wir sprechen Tech, weil wir Tech leben“
Was das konkret bedeutet, zeigt sich nicht nur in der Positionierung, sondern im eigenen Arbeitsmodell. atares setzt die digitalen Werthebel, die bei Kunden identifiziert werden, auch intern konsequent selbst ein. Über die Jahre ist ein eigener Tool-Stack entstanden, der Transaktionsprozesse beschleunigt, Analysen schärft und Freiräume für das schafft, worauf es im Deal wirklich ankommt: wertstiftende Arbeit mit dem Kunden.
Die digitale Infrastruktur ist damit kein Marketing-Narrativ, sondern gelebte Realität.
Wie ernst atares diesen Anspruch lebt, zeigt sich auch in der eigenen Erfahrung des Teams. Pascal Kopp, studierter Wirtschaftsinformatiker und heute Head of Business Development bei atares, erinnert sich an seine ersten Gespräche mit Jan Pörschmann und Rainer Wieser: Der gezeigte Tool-Stack sei für ihn fachlich sofort spannend gewesen, zugleich habe sich die Frage gestellt, ob es sich dabei um ein gutes Narrativ oder um echte Umsetzung handle.
Die Antwort kam schnell in der Praxis. Die Transaktion von FLEXICODE an EOS, die zeitgleich mit seinem Start bei atares begann, zeigte sehr konkret, wie konsequent Tools und KI in den Deal-Alltag integriert werden. Der Einsatz digitaler Werkzeuge schuf spürbare Zeitersparnis, mehr Raum für werthaltige Kundenarbeit und ermöglichte einen strukturierten, reibungslosen Prozess in bemerkenswert kurzer Zeit.
Resilienz durch Weiterentwicklung
Wenn man auf 25 Jahre zurückblickt, denkt man schnell an sichtbare Meilensteine: Mandate, Abschlüsse, Partnerschaften, Wachstum. Doch die eigentliche Leistung liegt tiefer.
Resilienz zeigt sich nicht im Festhalten am Alten, sondern in der Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln, ohne den eigenen Kern zu verlieren. Genau das beschreibt den Weg von Proventis zu atares.
Nicht Lautstärke, sondern Relevanz.
Nicht Standardisierung, sondern unternehmerische Passgenauigkeit.
Nicht Rückblick als Selbstzweck, sondern Erfahrung als Fundament für den nächsten Entwicklungsschritt.
Fazit auf den Punkt
25 Jahre atares stehen nicht nur für Beständigkeit. Sie stehen für die Fähigkeit, sich in bewegten Märkten immer wieder neu zu schärfen.
Von der branchenagnostischen M&A-Beratung zur digitalen M&A-Manufaktur für Tech-Unternehmen: Diese Entwicklung war kein bloßer Markenwechsel, sondern eine konsequente Evolution. Und sie ist kein Endpunkt, sondern das Fundament für das, was als Nächstes kommt.