Top Story: Daten vergolden – die Datenökonomie!

10. Mai 2024

In unserer digitalisierten Welt sind Daten das neue Gold. Sie sind eine potenzielle Quelle für Wissen, Effizienzoptimierungen und neue Umsätze. Unternehmen, die lernen, ihre Datenbestände effektiv zu monetarisieren, können sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Es gibt zwei Arten zur Daten-Monetarisierung. Die direkte Daten-Monetarisierung beinhaltet den Verkauf von Datenbeständen direkt an Dritte oder Kunden, um einen finanziellen Gewinn zu erzielen. Bei der indirekten Daten-Monetarisierung hingegen werden die Daten intern genutzt, um Betriebsabläufe zu optimieren, Produkte oder Dienstleistungen zu verbessern und das Kundenerlebnis zu bereichern.

Im Jahr 2023 hat der Verband bitkom die Studie „Datenökonomie – Wo steht die deutsche Wirtschaft“ veröffentlicht. Fazit: Fast die Hälfte der Unternehmen erwartet in zwei Jahren einen starken Beitrag datengetriebener Geschäftsmodelle zum Geschäftserfolg.

Wie stark tragen datengetriebene Geschäftsmodelle zum Geschäftserfolg bei?

Umfrage zur Bedeutung von datengetriebenen Geschäftsmodellen 2023 in Deutschland

Quelle: bitkom, 15. Mai 2023, atares Darstellung

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Welche Strategien für eine erfolgreiche Daten Monetarisierung existieren?

  1. Entwicklung datengesteuerter Produkte und Dienstleistungen: Unternehmen können auf Basis ihrer Daten neue Produkte oder Dienstleistungen entwickeln.
  2. Implementierung von Datenpartnerschaften und -kooperationen: Unternehmen können Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingehen, um ihre Daten gemeinsam zu nutzen und zu monetarisieren.
  3. Monetarisierung von Daten durch gezielte Werbung: Unternehmen können ihre Daten nutzen, um gezielte Werbung zu schalten und so zusätzliche Einnahmen zu generieren.
  4. Erkundung abonnementbasierter Datenmodelle: Unternehmen können Abonnementmodelle für ihre Daten anbieten, um regelmäßige Einnahmen zu erzielen.
  5. Erstellen von Datenmarktplätzen für zusätzliche Einnahmen: Unternehmen können ihre Daten auf Datenmarktplätzen verkaufen, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
  6. Direkte Monetarisierung: Ein einfaches Beispiel für direkte Daten-Monetarisierung sind Kontaktlisten potenzieller Geschäftskunden, die die Geschäfte oder den Handel der Käufer beeinflussen.

In den verschiedenen Branchen sehen wir u.a. folgende Beispiele:

  • FinTech: Unternehmen nutzen Transaktionsdaten, um personalisierte Finanzprodukte zu entwickeln und Risikomanagement-Modelle zu verbessern.
  • HealthTech: In der Gesundheitstechnologie werden Daten genutzt, um Behandlungsmethoden zu verbessern und Medizin zu personalisieren. Die Analyse von Patientendaten erlaubt präzisere Diagnosen und Individualisierung von Therapieplänen.
  • Supply Chain Tech: Datenintegration in der Lieferkette ermöglicht eine effizientere Logistik und Lagerhaltung. Sensordaten helfen bei der Überwachung der Produktzustände und Optimierung der Lieferwege.
  • HR-Tech: In der Personalwirtschaft revolutioniert Datenanalyse das Recruiting und das Mitarbeitermanagement. Algorithmen können beispielsweise aus Bewerberdaten die Passgenauigkeit zu einer Stelle vorhersagen.
  • Industrial Tech: In der Industrie ermöglicht die Analyse von Betriebsdaten die Vorhersage von Wartungsbedarfen und Produktionskosten, die Effizienzsteigerung von Produktionslinien sowie die Berechnung des Carbon Footprint neuer Produkte.
  • PropTech: Immobilienunternehmen nutzen Markt- und Nutzungsdaten, um Investitionsentscheidungen zu treffen und den Gebäudebetrieb zu optimieren.
  • Mobility: Mobilitätsdaten helfen, Verkehrsströme zu analysieren und effiziente, nachhaltige Transportlösungen zu entwickeln.

Die Zukunft der Datenökonomie verspricht eine noch engere Integration von KI-Technologien, die automatisierte und intelligente Entscheidungsprozesse in Echtzeit ermöglichen. Die fortschreitende Digitalisierung und das Wachstum des IoT vergrößern die Datenflut und damit das Möglichkeitsspektrum zur Datenanalyse. Es wird jedoch entscheidend sein, Regulierungen und Standards zu entwickeln, die nicht nur die wirtschaftlichen Vorteile maximieren, sondern auch die Privatsphäre und Sicherheit der Individuen schützen.

Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära der digitalen Wirtschaft, in der Daten der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum und Innovation sind. Von der Beteiligung an innovativen Start-ups über Kooperationen mit ihnen bis zur Ausgründung eigener „Data Gold Units“: Lassen Sie uns diese Chancen gemeinsam nutzen und die Herausforderung mutig angehen!

Weiterführende Lektüre:
Forschungsbereiche der Datenökonomie – Wirtschaftsdienst
Bundesnetzagentur – Datenoekonomie

Über atares

atares ist die digitale M&A-Manufaktur für technologiegetriebene MidCap-Unternehmen in Deutschland und versteht sich als Vorreiter für die Digitalisierung der M&A-Branche. Gegründet 2001 hat atares in mehr als 20 Jahren über 200 Transaktionen begleitet. Der Schwerpunkt liegt auf Transaktionsvolumina zwischen 10 und 100 Mio. EUR von zumeist inhabergeführten Unternehmen. Seit November 2023 firmiert das ehemals unter Proventis Partners, München, bekannte Unternehmen unter dem neuen Firmennamen atares GmbH. Atares verfügt über langjährige persönliche Kontakte zu Strategen, Private Equity Investoren und M&A-Beratungen in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Hochspezialisierte Expertise für den Markt, Einfühlungsvermögen für die Menschen und Leidenschaft für die Sache machen atares zum gefragten M&A-Partner für die Tech-Champions von morgen. Über 20 Mitarbeitenden bei atares in München und Düsseldorf steuern die Projekte über den eigenentwickelten, digitalen M&A dealfloor (dealfloor.co) – für wertschöpfende, effiziente Transaktionen mit bester User Experience.  Weitere Informationen unter: www.atares.team

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